Stahlbau Woltering

Gasphasenfluorierung

Die Gasphasenfluorierung ist ein Verfahren, mit dem polymere Oberflächen lang- zeitstabil auf hohem Niveau aktiviert werden. Fluor ist mit einer Elektronegativität von 4,0 das reaktivste aller Elemente im Periodensystem. Es reagiert daher schon bei gängiger Raumtemperatur mit fast allen anorganischen und organischen Verbindungen. Diese außerordentliche Reaktivität kann elegant für die Oberflächen- modifizierung von Werkstoffen genutzt werden. An Polymeroberflächen findet eine reproduzierbare, trockenchemische Reaktion statt, bei der Wasserstoffatome teilweise durch Fluoratome substituiert werden. Die entstandenen Kohlenstoff-Fluorbindungen sind sehr beständig und ermöglichen die zuverlässige Langzeitstabilität des aktivierenden Effekts.

Durch die Spaltgängigkeit des Gases und die Behandlung im Vakuum werden auch Bauteile mit schwierigen Geometrien komplett erfasst und gleichmäßig vorbehandelt. Daher ist eine Aktivierung von kleinsten Zahnrädern, Druckstücken oder Pins als Schüttware genauso realisierbar wie die von Lüftergittern, Verkleidungsteilen, Griffstücken, Bedienelementen, Behältern usw. als Stapelware. Die verbesserte Benetzung der Bauteile ist an allen Ecken, Kanten, Durchbrüchen, Durchgangsbohrungen und Sacklöchern sicher gegeben.